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Idealisten, und wo sie zu finden sind

Wie oft haben Sie sich heute schon geärgert? Und wie oft haben Sie dabei gedacht „Es könnte alles so einfach sein, wäre doch nur ... man müsste nur mal ... ich würde ja ...“. Vielleicht haben Sie im Deutsch-Unterricht aufgepasst und Ihnen fällt etwas auf. Richtig, Konjunktive! Handeln und Sprache beeinflussen sich gegenseitig, und letztere ist volatiler. Wir brauchen mehr „Ich kann!“, „Ich will!“ und „Ich werde!“ – in dieser Reihenfolge.

So, drei Viertel meiner Leser sind spätestens bei dem Wort „volatil“ gegangen, sehr gut, dann können wir ja jetzt mit dem Inhalt loslegen.

Grundsätzlich lassen sich alle Persönlichkeiten auf folgendem Diagramm wiederfinden:

IDEALIST „Limbo“ „Himmel“ PESSIMIST REALIST OPTIMIST „Hölle“ „Nirvana“ NIHILIST

Wo würden Sie die großen Vorbilder der Menschheit einordnen?

Erkennen Sie ein Muster? Egal welches Sie erkannt haben, eines sollte klar geworden sein: Idealismus ist nichts schlechtes. Im Gegenteil, es ist der Realismus, der uns so lange nach unten zieht, bis wir uns irgendwann so machtlos fühlen, dass wir zu Nihilisten werden – dann ist uns alles egal. Aber: Es ist nicht egal! Jedes Kind, was auf die Welt kommt, möchte lernen, möchte sich begeistern, möchte jeden Tag voll ausschöpfen. Doch irgendwann geben die meisten auf, weil ihnen der Kampf mit sich selbst und der Welt zu schwer wird. Vielleicht ist ja was dran an den ganzen Botschaften, die uns täglich aus allen Medien entgegenschreien:

„Selig ist, wer sein Kinderherz nicht verliert.“ Jesus Christus „Imagine all the people, living for today ...“ John Lennon „That's one small step for a man, one giant leap for mankind.“ Neil Armstrong „Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist.“ Gandalf – Herr der Ringe

Kurzum: Wenn Sie sich selbst in der oberen Hälfte des Kreises sehen, oder sich ernsthaft dort hinarbeiten wollen, dann sind Sie hier womöglich richtig. Natürlich ist es nicht leicht, einfach an etwas zu glauben (siehe die leeren Kirchen), vor allem etwas, das irgendjemand ins Internet schreibt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt, und vielleicht haben Sie ja gerade die Zeit und die Muße. Dann lesen Sie jetzt einfach weiter. Netflix hat Ihre Serie gespeichert, Sie können auch nachher weitergucken.

Idealisten.Club – was ist das?

Bisher nur eine Idee. Alleine in einem Club zu sein macht wenig Sinn. Ich bin Softwareentwickler, hier kenne ich mich richtig gut aus. Von Physik, Philosopie und Psychologie verstehe ich auch mehr als der Durchschnitt. Ich möchte aber noch so viel mehr lernen, Dinge bewegen, die Welt zu einem besseren Ort machen. Aber dafür muss ich zuerst Leute finden, die andere Sachen gut können (oder dieselben, zum Austausch).

„Dann gehen Sie doch zu Facebook!“ denken Sie jetzt vielleicht. Und wenn ja, dann kann ich Ihnen den Rat nur zurückgeben. Ich bin dort nicht, da haben Sie Ihre Ruhe vor mir.

Idealisten sind meistens in der Unterzahl. Das ist bedauerlich, aber leider Realität. Jeder Idealist für sich allein fühlt sich ohnmächtig, missverstanden, deplaziert – in der Nachbarschaft, wo die Leute den Müll nicht gescheit trennen, sonntags den Rasen mähen oder mittags laut Musik spielen; bei der Arbeit, wo die Kollegen und der Chef einfach nicht sehen wollen, wie es richtig geht; in der Familie und im Freundeskreis, wo alle bloß an sich denken und man sich dann selbst immer wieder bemühen muss, weil die anderen nicht aus dem Quark kommen. Und natürlich in der Politik, wo die Dummen die lautesten sind und kaum einer je das große Ganze sieht. Corona? Nein, danke, ich trinke richtiges Bier. Aber vor allem sammele ich Scherben von Bierflaschen und anderen Müll auf der Straße und in Parks und werfe ihn in die nächste Mülltonne.

Apropos Corona: Bei all der Panikmache aus den Medien tut es auch mal ganz gut, die Vorteile zu betrachten: Stillstand gibt Luft für Neuorientierung. Alte Muster können abgelegt werden. Endlich haben wir mal die Zeit, nach der wir immer geschrien haben. Göttliche Intervention? Vielleicht, vielleicht auch nicht. In dieser Hinsicht bin ich Nihilist: es ist mir egal warum, ich bin einfach nur dankbar. Was nicht heißt, dass ich nicht um die Toten trauere.

Vielleicht lesen Sie gerade mit vollem Eifer, fühlen sich bestätigt. Ja, es gibt sie noch, die normalen Menschen. Die, die nicht weggucken, die anpacken, wo sie gebraucht werden. Ich bin 27, sitze tagsüber vorm Rechner, bin glücklich verheiratet, habe keine Kinder. Ich bin also mitunter nicht das perfekte Beispiel. Aber Beispiele gibt es viele. Vielleicht erinnern sich die älteren an dieses berühmte Zitat:

„I’m an idealist without illusions.“ John F. Kennedy

Das ist gekonnt ausgedrückt, zeigt es doch sowohl visionäre als auch bodenständige Züge des ehemals mächtigsten Mannes der Welt. Hat ihm nur leider nichts gebracht, er wurde erschossen. Er war allein. Allein sein ist scheiße, man kann die Welt nicht im Alleingang verändern, man kann sich eigentlich nur abschotten und vor sich hin vegetieren. Oder man tritt einem merkwürdigen Club im Internet bei ... hey, da war ja was!

Wenn Sie meinen, dass Sie gute Ideen haben, spezielles Fachwissen, tolle Fotos, spannende Geschichten, Malerei, Poesie, Witze, oder irgendwas, dass Sie nicht mit der Welt, sondern nur mit einem ausgewählten Publikum teilen wollen: Melden Sie sich. Hier ist noch nichts außer dieser Startseite, aber das wird sich bald ändern – womöglich durch Sie.

Warum Sie mir vertrauen sollten? Sollten Sie nicht, genauso wenig wie Sie Facebook/​Whatsapp, Google, Samsung, Apple, Microsoft usw. vertrauen sollten. Schreiben Sie mir stattdessen eine E-Mail, indem Sie oben in das Menü „Diverses“ gehen und „Ich freu mich drauf!“ anklicken. Und wir schauen dann, was draus wird. Was ich Ihnen biete, ist eine Plattform ohne Aktiengesellschaft im Hintergrund. Wie Sie sehen: keine Werbung, keine Cookies, lesbarer Code (versuchen Sie’s: Rechtsklick, Seitenquelltext anzeigen), keine Einbindungen von externen Skripten/​Social Media, keine religiöse, politische oder kapitalistische Motivation. Ich hatte schlicht die Nase voll und zuviel Zeit. Ich glaube an nichts als an die Liebe, die Menschenrechte, d. h. Gleichheit in Recht und Pflicht, und an das Urheberrecht. Jeder Mensch, wirklich jeder, kann etwas, und das sollte er stolz zeigen können, ohne dass er ausgelacht oder es ihm geklaut wird. Und was man nicht kann, das kann man lernen; natürlich nicht ohne Hilfe, aber hier im Idealisten.Club gilt:

Wer auch immer hier um Hilfe bittet, wird sie auch bekommen.Albus Dumbledore – Harry Potter II

Mit den besten Wünschen,
Ihr Philip Dahnen