Idealisten.Club

Offener Brief an die Zeitzeugen der Corona-Pandemie

Liebe Mitmenschen,

wir alle leiden gerade unter einer unsichtbaren Bedrohung. Menschen werden krank, Menschen sterben, die Nachrichten sind eintönig und – was am schlimmsten ist – die meisten leben gerade in Angst.

Nun lassen Sie uns doch einmal schauen, was die größten Sorgen dieser „meisten“ sind:

  • „Ich werde an COVID-19 sterben!“
  • „Ich werde verhungern!“
  • „Ich werde mir nicht mehr vernünftig den Hintern abwischen können!“
  • „Mein Arbeitsplatz geht flöten!“
  • „Ich werde mich hoch verschulden und dadurch verarmen!“
  • „Meine Eltern/Freunde/Bekannte werden sterben!“
  • „Ich werde verrückt!“

Grundsätzlich gibt es natürlich eine – wenn auch geringe – Wahrscheinlichkeit für jeden dieser Fälle. Jeder kann es bekommen, jeder kann daran sterben. Unser fragiles Wirtschaftssystem, unsere westliche Zivilisation, alles könnte zusammenbrechen. Es ist die Angst, die uns mürbe macht. Und das sei an dieser Stelle besonders betont:

Gefühle sind nicht rational.

Die Angst ist einfach da, wird durch die Medien noch geschürt, und muss erst durch ein anderes Gefühl überschrieben werden, bevor sie weicht.

„Ich hatte mir für 2020 vorgenommen, meine Kneipenbesuche zu reduzieren. Klappt ganz gut bisher.“ – Ein Zyniker

Gerade deshalb sollte sich jeder auch mal die positiven Seiten anschauen, ...

... denn vielleicht ist ja ein Grund für ein positives Gefühl dabei:

  • Endlich haben wir Zeit für Dinge, die vorher liegengeblieben sind.
  • Die Menschen werden freundlicher, denn wir haben einen gemeinsamen Feind.
  • Diese Zeit wird in die Geschichtsbücher eingehen.
  • Endlich werden die Standards in puncto Hygiene, Netzabdeckung und Kooperation der Behörden erhöht.
  • Es sterben vor allem Alte und Vorerkrankte, wodurch unser Sozialsystem nach der Krise entlastet wird. Das ist keine Nazipropaganda, das ist Natur! Die Schwächsten werden gefressen. Und ja, das ist grausam und wenn wir das nicht auch sein wollen, müssen wir versuchen, jeden zu retten: #WirBleibenZuhause
  • Die sozialen Berufe (Betreuer, Lehrer, Seelsorger) werden wieder mehr geschätzt.
  • Neue Arbeitsplätze werden geschaffen.
  • Die Umwelt wird nachhaltig entlastet, da jetzt die Infrastruktur für mehr Heimarbeit angelegt wird.
  • Es werden dieses Jahr insgesamt weniger Menschen sterben.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Zahl der Verkehrsunfälle ist schon jetzt auf einem historischen Tief, die verbesserte Hygiene sorgt dafür, dass weniger Menschen an gewöhnlichen Krankheiten erkranken und die wiederbelebte Kultur der Achtsamkeit – wenn wir sie uns denn erhalten können – wird ihr übriges tun.

Und vergessen Sie eines niemals:

„Keine Gewalt hat Dauer.“ – Leonardo Da Vinci

Ist Ihnen das alles zu optimistisch? Entschuldigung, dann überlasse ich Sie nun wieder Ihrem Pessimismus. Doch falls nicht, dann lesen Sie doch noch ein bisschen auf der Startseite weiter. 😉

Bleiben Sie gesund (vor allem im Kopf),

Ihr Philip Dahnen

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